Da ist kein Retro - menno !

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Schon seit einiger Zeit geistert der “Retro”-Begriff für das Kameradesign durch die Welt. Erstmals richtig aufgefallen ist mir das, als Fujifilm die X100 herausgebracht hatte. Nun war ich damals schon Besitzer mehrerer Fujikameras, deren Aussehen sich nicht wesentlich von dem der X100 unterschied. Und hatte somit auch mein Problem damit, da wirklich “Retro” zu erkennen. Retro steht als "Begriff für den ästhetischen Rückgriff auf Formenvokabular vergangener Epochen bzw. Phasen” (wikipedia). Typischerweise zitiert man dann Mode (Schlaghosen) oder Autos (Beetle), wenn man verdeutlichen will, was man mit Retro eigentlich meint. Und keine Frage, Retro gibt es auch im Kamerabau.

Sottsass Neugier

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Scan 150110 0001Wenn es draussen eher ungemuetlich, grau und kalt ist, dann moechte man sich am liebsten mit einer Flauschdecke, einem Tee mit viel Milch&Zucker und einem guten Buch aufs heimische Sofa zurueckziehen. Also zumindest geht mir das manchmal so. Ich lese gerne diverse Belletristik und bin da auch keinesfalls waehlerisch. Das Genre ist mir fast egal, Hauptsache es ist gut geschrieben … Auch Fachbuecher erfuellen zuweilen ihren Zweck an solche Tagen. 

Irgendwas zwischen der Belletristik und dem Fachbuch sind diese Foto-Philosophie-Buecher, wie ich die so nenne. Die Spanne reicht von so bekannten Essays wie Susan Sontags On Photography, dem grandiosen Texte zur Theorie der Fotografie, Reclam 18708 oder Scott Waldens Photography and Philosophy. Bis hin zu den eher ratgeberartigen Veroeffentlichungen wie dem Bestseller Vision Mongers von David duChemin. Dazwischen gibt es unzaehlige Werke von weiteren philosophierenden Fotografen und Workshopveranstaltern, die hier zu nennen, sicher den Rahmen sprengen[1] wuerde.

Fotografie trifft Fotovoltaik

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Viele Fotografen haben heutzutage auf ihren Reisen eine Menge an elektrischer Geraete zu verwalten. Selbst wenn man immer noch analog fotografiert, so bleiben Batterien fuer den Belichtungsmesser, Blitz, Navi, Licht, Telefon … uebrig. In den Zeiten der Digitaltechnik hat sich der mobile Stromverbrauch nocheinmal vervielfacht. Denn nun kamen Batterien fuer Kamera, Computer (oder Derivate), Imagetank usw., mit deutlich hoeherem Verbrauch als die bei den o.g. Geraeten hinzu.

Zweifellos kann man auf das eine oder andere Gadget in der Wildnis verzichten. Ich nehme z.B. keinen Computer, Imagetank oder Navi mit. Dazu nutze ich die Speicherkarten der Kamera analog zu Filmen. D.h. wenn ich eine bestimmte Serie im Kasten habe, wechsle ich die Karte, egal ob voll oder nicht. Dieses Vorgehen enthaelt zwar nicht die Redundanz wie ein Backup, aber da ich sowieso meist mit zwei Kameras fotografiere, kann ich damit leben.

Unsinn sollte grandios sein !

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Grandioser Unsinn ist mir jederzeit willkommen. Er ist eine weitaus bessere Unterhaltung als Kommentare zu unserem alltaeglichen Erleben in einem Immanuel-Kant-Duktus. Und dann gibt es unsinnige Artikel, die keineswegs grandios sind. Die Artikel, die ich meine, sind weder lesenswert, noch haben sie ueberhaupt einen Wert innerhalb eines Diskurses. Bestimmte Medien konzentrieren sich auf die Produktion von derlei zeitstehlendem Unsinn. Meistens, weil eine bestimmte Agenda dahinter steht und/oder aus einem oekonomischen Grund, den ich weiter unten ausfuehren werde. Diese Medien meide ich. Es ist heute innerhalb der Online-Verlags-Branche ueblich, sich einen Hofnarren zu halten. Das ist nicht so ganz neu, im Printgeschaeft hatte diese Funktion der Karikaturist inne. Sie sollen provozieren um letztlich Aufmerksamkeit zu erzeugen. Jedoch, ich lese keinen Broder(Welt), Fleischhauer(Spiegel), Muehlbauer(heise) und wie die selbstverliebten Verlagshofnarren noch alle heissen moegen. Ja, ich lese nicht mal Welt oder Spiegel … allerdings lese ich heise.

Die spinnen, die Daenen !

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Ich liebe wirklich Daenemark. Als ich in Rostock aufwuchs, war Danmarks Radio mein Fenster zur Welt und mein Englischlehrer noch dazu. Die ersten Reisen in den Westen nach dem Fall der Mauer fuehrten geradezu naturgemaess nach Kopenhagen. Allein schon deshalb, um in Christiania mal nachzuschauen, ob es da wirklich aussieht, wie wir das uns in unseren ostdeutschen Hirnen so zusammengetraeumt haben.

10 kleine Raw-Entwickler ...

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

... da warens nur noch 3 (oder so). Nachdem Aperture durch Apple abgekuendigt wurde, ist bei manchen mal wieder der Gedanke erwacht, dass man sich ja mal nach Alternativen umsehen koennte. Viele werden jetzt sagen "Maehh, nehm doch sowieso Lr ...", denen sei gesagt, dass die Zahl an aktiv weiter entwickelten Rawentwicklern ueber die Zeit immer kleiner geworden ist ... Lightzone, Bibble, RawStudio ...  

Eine ordentliche Lederhose

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Hab jetzt endlich die richtige Lederhose fuer die M gefunden. Ich hatte mir diverse Varianten hier, hier und hier angeschaut, aber so richtig anghoben hat mich das alles nicht. Ich habe eher eine Tasche mit einem ganz einfachen aber sehr klassischem Design gesucht. Selbstredend, dass die Verarbeitung der Kamera angemessen sein sollte. Ganz in der Naehe von Hangzhou gibt es einen Cluster fuer Lederverarbeitung (Haining). Dort wird auch fuer eine ganze Reihe internationaler Luxusmarken gefertigt.

Altglas ist nichts fuer den Container

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Da ich mich ja nun nach langer Überlegung entschlossen habe, weniger Prozessoren & Gedoehns in meiner Umgebung zu dulden und gleichzeitig mit der M (Typ 240) eine Entscheidung getroffen habe, bin ich nun dabei, meine alten manuellen Objektive zu reaktivieren. Mal ganz abgesehen von dem haptischen Vergnügen, steht dahinter natürlich auch eine gewisse finanzielle Notwendigkeit.