Das Leica Photography - Archiv

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotofalter

Pages from Leica Photography v14n01 Spring 1961

Gelegentlich schreibe ich in dieses Blog kleine Rezensionen zu Artikeln aus dem Fotofalter. Fotofalter war eine Foto-Zeitschrift in der DDR, die ueber die Zeit immer mal den Namen (1962) und auch den Verlag wechselte, aber im Prinzip bis 1991 als Photokino-Magazin existierte. Diese Rezensionen findet man unter der Kategorie Fotofalter.

Aus guten Gruenden hab ich mich immer ein wenig davor gescheut, die Magazine komplett zu scannen und hier verfuegbar zu machen. Allerdings waere dieses Vorgehen durch Fair Use in vielen Laendern - und so auch hier in Hong Kong - durchaus gedeckt. Aber ich bin vielleicht auch nur ein zu grosser Schisser, denn jemand anderes hat ein aehnliches Projekt in ein neues Universum gehoben (Stufe reicht nicht ...).

Reif fuer Farbe ?

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotofalter

"If color photography had been invented first, would anyone have missed black-and-white?" ( Judy Linn, 1980). Ein farbiges Foto ist heute die Selbstverstaendlichkeit selbst. Und wenn man statt der Farbe Schwarz-Weiss fotografiert, ist man ein Freak, macht Kunst und ist in jedem Fall ein Schnoesel. Als PhaseOne mit dem Achromatic+ Rueckteil und spaeter Leica mit der M-M auf dem Fotomarkt laut krachend aufschlug, ging bei so manchem Marktjournalisten, der vor allem irgendwie MEHR an die Kunden seiner Inserenten verticken wollte oder musste, eine Welt unter.

Jahrelang haben sie das MEHR der Megapixel, Masse, ISO, fps, Farben, … ihrer Inserenten an das kaufwillige Volk gepredigt. Die Maennerkamera mit angeloetetem Batteriegriff, mindestens 10fps, 200k ISO und +40Mpix galt als das Profimodell schlechthin, welches folgerichtig jeder Amateur als Ziel seiner Traeume ansah. 

Der Wörkfloh - entschleunigt und entschlackt.

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotofalter

 „Es waren nicht viele Bilder, die der Benutzer mit der alten Ausrüstung täglich anfertigen konnte. Ein Tagesausflug brachte als Ergebnis meist nur ein einziges Bild. Aber wenn man es ansah, konnte man verstehen, daß es die Mühe gelohnt hatte. Ja, zu jener Zeit war das Fotografieren zwar eine beschwerliche, dabei aber doch gemächliche Angelegenheit. Irgendwo habe ich gelesen, daß die Fotografen früher oft in aller Ruhe eine Flasche Bier getrunken haben, ehe die Belichtung einer Aufnahme durch Wiederaufstecken des Objektivschutzdeckels beendet wurde.“

82C, mrd -45, Verl. 2.0x, Bl. -1

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotofalter

Mit Artikeln und gar Buechern ueber den Weissabgleich in Digitalkameras koennten heute ganze Bibliotheken gefuellt werden. Dabei ist dieses Thema gerade mit der heutigen Digitaltechnik und insbesondere in der RAW-Verarbeitung gar nicht mehr sooo kompliziert. Also zumindest nicht mehr in dem Umfang, wie man dies noch in den vergangenen analogen Tagen zu beachten hatte.

Dies ist nun der zweite Falter-Artikel. Wie schon im ersten geschrieben, “Bei der neuerlichen Lektüre einiger Foto-Falter ist mir aufgefallen, dass die Artikel gelegentlich heute noch aktuell sind. Zum Teil unterhalten sie auch auf eine ganz spezielle Art und Weise.” Und zu neuen Erkenntnissen kommt man zuweilen auch, bzw. erlangt eine neue Sicht auf bestimmte Dinge (der dritte Falter-Artikel wird es diesbezueglich in sich haben !). In naher Zukunft werden also weitere Falter-Artikel folgen ! 

Peinliche Goetter und der Foto-Falter

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotofalter

Man wird ja gelegentlich gefragt, wie man zum Fotografieren gekommen sei. Und die allermeisten wissen darauf natürlich keine klare Antwort. Ich weiss diese Antwort ganz genau. Mein Opa und auch Uropa, den ich noch kurz kennengelernt habe, sind wahre Fotoenthusiasten gewesen und haben besonders Berlin vor, während und nach dem Krieg mit der Kamera dokumentiert. Da ich aufgrund der Berufstätigkeit meiner Eltern ständig in der Nähe von Oma & Opa war, habe ich die Fotografie praktisch mit in den Kinderwagen (zuweilen ganz wörtlich) gelegt bekommen.

Wie das so ist, habe ich dann erst von meinem Uropa und viele Jahre später von meinem Opa, den ganzen “Fotokram” geerbt. Ein Teil dieses Erbes sind diverse Fotobücher und Fotozeitschriften. Unter diesen Zeitschriften war auch der “Foto-Falter”.