Kameras und ihre Fotografen

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Vor einiger Zeit hatte ich mal fuer ein Event in Asien etwas ueber die Chamonix-Kameramanufaktur recherchiert. Nun sind Interview und Artikel ueber Chamonix in einer deutschen Bearbeitung in der Fotoespresso 1/2015 erschienen. Wer den Fotoespresso nicht kennt und sich fuer Fotografie interessiert, dem sei das Magazin ohnehin ans Herz gelegt ! Fotoespresso ist KOSTENLOS - was aber nicht heisst, das es ohne Kosten produziert wird. Die Autoren tragen ihren Beitrag dazu bei und vielleicht ist ja auch der eine oder andere Leser bereit seinen eigenen Beitrag zu leisten. Ein Beitrag kann uebrigens auch ein Kommentar oder eine Weiterverlinkung sein.

BTW, ich hatte ueber dieses Interview bereits vor einiger Zeit in verschiedenen Podcasts hier (deutsch) und hier (english) etwas erzaehlt.

Da ist kein Retro - menno !

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Schon seit einiger Zeit geistert der “Retro”-Begriff für das Kameradesign durch die Welt. Erstmals richtig aufgefallen ist mir das, als Fujifilm die X100 herausgebracht hatte. Nun war ich damals schon Besitzer mehrerer Fujikameras, deren Aussehen sich nicht wesentlich von dem der X100 unterschied. Und hatte somit auch mein Problem damit, da wirklich “Retro” zu erkennen. Retro steht als "Begriff für den ästhetischen Rückgriff auf Formenvokabular vergangener Epochen bzw. Phasen” (wikipedia). Typischerweise zitiert man dann Mode (Schlaghosen) oder Autos (Beetle), wenn man verdeutlichen will, was man mit Retro eigentlich meint. Und keine Frage, Retro gibt es auch im Kamerabau.

Sottsass Neugier

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Scan 150110 0001Wenn es draussen eher ungemuetlich, grau und kalt ist, dann moechte man sich am liebsten mit einer Flauschdecke, einem Tee mit viel Milch&Zucker und einem guten Buch aufs heimische Sofa zurueckziehen. Also zumindest geht mir das manchmal so. Ich lese gerne diverse Belletristik und bin da auch keinesfalls waehlerisch. Das Genre ist mir fast egal, Hauptsache es ist gut geschrieben … Auch Fachbuecher erfuellen zuweilen ihren Zweck an solche Tagen. 

Irgendwas zwischen der Belletristik und dem Fachbuch sind diese Foto-Philosophie-Buecher, wie ich die so nenne. Die Spanne reicht von so bekannten Essays wie Susan Sontags On Photography, dem grandiosen Texte zur Theorie der Fotografie, Reclam 18708 oder Scott Waldens Photography and Philosophy. Bis hin zu den eher ratgeberartigen Veroeffentlichungen wie dem Bestseller Vision Mongers von David duChemin. Dazwischen gibt es unzaehlige Werke von weiteren philosophierenden Fotografen und Workshopveranstaltern, die hier zu nennen, sicher den Rahmen sprengen[1] wuerde.

Fotografie trifft Fotovoltaik

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Viele Fotografen haben heutzutage auf ihren Reisen eine Menge an elektrischer Geraete zu verwalten. Selbst wenn man immer noch analog fotografiert, so bleiben Batterien fuer den Belichtungsmesser, Blitz, Navi, Licht, Telefon … uebrig. In den Zeiten der Digitaltechnik hat sich der mobile Stromverbrauch nocheinmal vervielfacht. Denn nun kamen Batterien fuer Kamera, Computer (oder Derivate), Imagetank usw., mit deutlich hoeherem Verbrauch als die bei den o.g. Geraeten hinzu.

Zweifellos kann man auf das eine oder andere Gadget in der Wildnis verzichten. Ich nehme z.B. keinen Computer, Imagetank oder Navi mit. Dazu nutze ich die Speicherkarten der Kamera analog zu Filmen. D.h. wenn ich eine bestimmte Serie im Kasten habe, wechsle ich die Karte, egal ob voll oder nicht. Dieses Vorgehen enthaelt zwar nicht die Redundanz wie ein Backup, aber da ich sowieso meist mit zwei Kameras fotografiere, kann ich damit leben.

Unsinn sollte grandios sein !

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Fotografie

Grandioser Unsinn ist mir jederzeit willkommen. Er ist eine weitaus bessere Unterhaltung als Kommentare zu unserem alltaeglichen Erleben in einem Immanuel-Kant-Duktus. Und dann gibt es unsinnige Artikel, die keineswegs grandios sind. Die Artikel, die ich meine, sind weder lesenswert, noch haben sie ueberhaupt einen Wert innerhalb eines Diskurses. Bestimmte Medien konzentrieren sich auf die Produktion von derlei zeitstehlendem Unsinn. Meistens, weil eine bestimmte Agenda dahinter steht und/oder aus einem oekonomischen Grund, den ich weiter unten ausfuehren werde. Diese Medien meide ich. Es ist heute innerhalb der Online-Verlags-Branche ueblich, sich einen Hofnarren zu halten. Das ist nicht so ganz neu, im Printgeschaeft hatte diese Funktion der Karikaturist inne. Sie sollen provozieren um letztlich Aufmerksamkeit zu erzeugen. Jedoch, ich lese keinen Broder(Welt), Fleischhauer(Spiegel), Muehlbauer(heise) und wie die selbstverliebten Verlagshofnarren noch alle heissen moegen. Ja, ich lese nicht mal Welt oder Spiegel … allerdings lese ich heise.