008 Fotografie: Milch und Amputierte & Muslimmarkt Xi'An

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Podcast

008 logo fotografie xianIm ersten Teil der Folge 8 rede ich ein bisschen ueber die Plaene mit diesem Podcast. Vorher sage ich noch allen Unterstuetzern ein grosses Dankeschoen !

Dann rede ich aufgrund eines aktuellen Anlasses - ich bin in Beijing mit CCTV10 zusammengekommen - ueber Film & Fotografie und dass sich die Hoffnungen vieler Fotografen, ihr Portfolio einfach so mit Film zu erweitern, nicht erfuellt haben. Passend dazu noch ein kurzer Nachtrag zur Fernsehfolge 006 REISETIPS, FERNSEHEN, COP & XIMEN im eBook-Companion.

Anschliessend laester ich ueber die Schlaghosen in der Fotografie (Milch & Amputierte) sowie ueber die mangelnde Wertschaetzung der Fotografie in den Augen mancher Menschen. Ein Mangel, der m.E. auf das Werbedauerfeuer der Geraetindustrie und mangelnde Medienkompetenz der Rezipienten zurueckzufuehren ist. (Dieser Teil benutzt einige umgangssprachliche Kraftausdruecke. Wer das nicht hoeren will, bitte Kapitelmarken nutzen.)

Im zweiten Teil mache ich einen Rundgang ueber den Muslimmarkt in Xi’An. Das ist wie immer eine OKM-Aufnahme und daher am besten mit einem Kopfhoerer zu geniessen. Diesmal habe ich mich Kommentarseitig stark zurueckgehalten, so dass ihr ins Geschehen ungestoert durch mein Gerede eintauchen koennt.

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Und hier das Buch zum Podcast: eBook-Companion

008 titel fotografie xian

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  • Sven, solche Photos habe ich auch schon oft gesehen, besonders in der Firmen(un)kultur.
    Ich glaube wir verstehen dies einfach nicht, zu alt, zuviel kultureller Hintergrund, whatever!
    Was diese Photos sagen sollen ist das diese Person jung, dynamisch, ehrgeizig und ohne (eigenes) Hirn ist , weshalb halt oben was fehlt.
    Ich koennte mich natuerlich auch taeuschen und verstehe nun wirklich nicht was dieser Quatsch bedeuten soll, aber ich glaube nicht dass ich deswegen schlechter schlafen werde. Ueber Geschmack (vor allem schlechten) laesst sich bekanntlich nicht streiten, oder sehr viel.

  • Gerade eben in Guangzhou eines dieser klassischen Amputee-Bilder gesehen. BTW es handelt sich um Bilder einer hollaendischen Designfirma ! Erstmal Querformat und dann wie beim Fruehstuecksei das Oberteil entfernt. Wenn sich die Kreativitaet dieser Firma auf schlechte Bilder (und schlecht gehaengt) reduziert .... dann moechte ich nicht deren Designs sehen.
    http://sventetzlaff.com/images/galleries/16-04-15_JPEG_SMALL_canton_L1007210.jpg

  • Tee ist gut! Was die hellseherischen Faehigkeiten betrifft, beim Lotto funktionieren sie nicht! :(
    Ich glaube was die Moden betrifft sind wir auf der selben Laenge, nur in homeopathischen Dosen ( ;) ) und nach reiflicher Ueberlegung!
    In der Photographie wird heute viel zu viel nach Rezept gekocht, und die wenigen, die sich ausserhalb dieser Bildkulturdiktatur (falls man in diesem Zusammenhang ueberhaupt von Kultur reden darf!) bewegen, werden an den Pranger gestellt. Es erstaunt mich doch immer noch, wenn ich sehe das ein suesses Schmusekaetzchen tausende von Likes und +1 kriegt und ein wirklich gutes Photo, welches auch noch eine Geschichte erzaehlt, gerade mal 10 hits erbringt.
    Nichts gegen Katzen, ich habe auch eine, aber fuer mich ist das keine Photographie!
    Bevor ich mich jetzt noch weiter aufrege, hoere ich doch lieber auf und warte auf meinen Tee!

  • Hallo Peter, gleich vorab: "Tee" und zwar schon in der naechsten Ausgabe. Ich muss deine hellseherischen Anlagen etwas beobachten ....
    Zum Thema Moden: ja klar, ich will Langzeitbelichtungen ja auch nicht verbieten. Bei Anne Leibovitz gibt es auch so Fairy-Bilder, wo sowas evtl. Sinn ergeben koennte. Z.B. wenn man keinen Morgennebel ueber dem Bach hat, aber so einen erzeugen moechte. Und so weiter. Aber mein Problem ist eher, das viele heute denken Wasser==Lange Belichtung. Dabei gilt das eigentlich nur fuer eineeher seltene Ausnahme. Das gleiche beim Anschneiden. Natuerlich kann man anschneiden, und zwar immer dann, wenn es einen aesthetischen, kuenstlerischen oder sonstwie Sinn ergibt. Aber die gleiche Formel Portrait==amputieren, halte ich fuer sehr daneben.

  • Companion? Welcher companion?
    Wird einfach fast jedes mal vergessen wegen der unterschiedlichen Geraete, Podcast auf dem Handy, e-pubs auf dem Tablet. Aber irgendwann ziehe ich dann einfach alle nacheinander runter und verbringe ein Lesewochenende. ;-)
    Was die Photoschlaghosen betrifft, ich kann mir schon Bildideen vorstellen in denen ich das eine oder andere anwenden wuerde (gruselig-nebliger Wald mit dem Bach in Langzeitbelichtung, ein mehr oder weniger Halbportrait in der Streetphotographie ... ). Aber wie gesagt: einmal.
    Hochzeitsphotographie, ohne mich! Ich kann da einfach nicht hinter stehen und das sieht mensch dann im Ergebnis.
    Ist eigentlich schade, weil das scheint zu laufen; am Sonntag war ich in den Strassen von Bordeaux unterwegs um Photos vom stadtweiten Flohmarkt zu machen und sah anscheinend so profimaessig aus, dass man mich gleich zweimal gefragt hatte, ob ich denn auch Hochzeitsphotos machen wuerde. Dumm gelaufen! Und sie wollten auch keine Drucke meiner "normalen" Photos kaufen.
    Der Muslimmarkt kommt wirklich gut (hoere Teil 2 beim Schreiben hier), die Fahrzeuge scheinen nur zu funktionieren wenn gleichzeitig die Hupe betaetigt wird oder irre ich mich da? Ich stell mir gerade vor wie Du mit so einem Kunstkopf (wie man ihn aus den Anfangszeiten dieser Aufnahmetechnik kennt) unter dem Arm oder auf der Schulter durch die Menschenmenge gehst! ;-)
    Ach ja, hast Du eigentlich einen Podcast zu der Tee-Photoserie vorgesehen? Die Teeherstellung wuerde mich ja doch interessieren.
    Ich warte schon auf den naechsten Podcast!

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