023 Photo-Shanghai

Geschrieben von Sven Tetzlaff am . Veröffentlicht in Podcast

023 logo photoshanghaiIn dieser Folge geht es im Wesentlichen um die Photo-Shanghai. Ich war drei Tage auf dieser Veranstaltung der World Photography Organisation, die in der Shanghai Art Week eingebettet war. Die Shanghai Art Week wiederum lief eine ganze Woche und brachte Shanghai noch einmal mehr zum Huepfen. Ich habe Interviews mit Yoram Roth (Camera Work) und HG Esch (Leica Gallery) gemacht, die in spaeteren Folgen veroeffentlichen werde, aber hier kurz bespreche. 

Es geht aber auch um etwas grundsaetzlichere Fragen, z.B. ist Streetfotografie Kunst ... oder ist ueberhaupt Fotografie Kunst. Wo sind die Abgrenzungen. Wie funktioniert der (Foto)Kunstmarkt im Allgemeinen und in China im Speziellen ... und was hat das alles mit YOLO zu tun ???

 



Hier der Link zu dem erwaehnten Interview auf Happyshooting und dann hier nochmal der erwaehnte Fan Ho, einer meiner Favouriten seit vielen Jahren.

+++NEW+++ 

Die CWC GALLERY freut sich, ab dem 19. September 2015 die Ausstellung »Personal Disclosure« von Yoram Roth zu präsentieren. Die Ausstellung umfasst mehr als sechzig neue und nie zuvor ausgestellte Werke des in Berlin lebenden Künstlers. In seinen Unikaten verschmelzen verschiedene Materialien, und 300 Jahre Kunst- und Ästhetikgeschichte werden durch den subjektiven Blick des Künstlers zu eigenständigen Arbeiten, deren Kontext sich über den Blick neu definiert. »Personal Disclosure« ist die erste Einzelausstellung des Künstlers weltweit. Seine bislang von CAMERA WORK auf den führenden Fotokunstmessen gezeigten Arbeiten waren jeweils am Eröffnungstag ausverkauft. 

Augustenstrasse 11-13 in Bln. Mitte. Geoeffnet Di-Sa. von 11:00-19:00 Uhr.

Den eBook-Companion(ePub) zu dieser Folge, mit Bildern der Ausstellung findet ihr hier.

023 titel photoshanghai

  • auch die, die nicht einen Agenten finden, die nicht in den Markt kommen, die seltsamen Heiligen, zu vorne, zu hinten, zu daneben, zu versteckt: sie haben ein Recht auf ein Dasein als Künstler. Sogar die Schwachmaten.


    Jep ! Ob dies eine Utopie ist bzw. bleibt ... ich weiss es nicht. Mir faellt dazu nur etwas auf. In so reichen Laendern wie Deutschland, Schweiz ... erscheint mir das viel utopischer als z.B. in China.

    Dort scheinen viel mehr Menschen von Kunst leben zu koennen. Und das obwohl die Ungleichheiten in der Gesellschaft viel groesser sind.

    Wie gesagt, hier an der Academy of Art (Hangzhou) bewerben sich jedes Jahr 80,000 Menschen. Manche zum dritten oder vierten mal. ... Und zwar um dort eine Kunstausbildung zu machen, um dann als Kuenstler zu leben. Das heisst ja auch, der Beruf des Kuenstlers ist angesehen, gesellschaftlich geachtet, bei den Juengeren begehrt und lukrativ.

    Sagt jemand in Deutschland
    Ich will Kuenstler werden
    , denkt der groesste Teil der Bevoelkerung,
    Ach wieder einer, der von meinem schwer erarbeiteten Geld zehren moechte. Die sollen lieber was richtiges lernen.
    In China wuerde nicht mal der einfachste Wanderarbeiter zu so einer absurden Aussage gelangen.

    Warum das in DE so ist, weiss ich nicht. Zumal man dieses Problem mit einem Grundeinkommen sofort und ohne Schaden fuer irgendwen loesen koennte. Im Gegenteil, mehr Kuenstler bzw. mehr Kunst, haetten wahrscheinlich einen positiven oekonomischen Einfluss auf die Volkswirtschaft.

    Aber ich halte auch eine Oekonomisierung der Kunst fuer fatal. Was sowohl in China als auch in DE und vermutlich auf der ganzen Welt fehlt, das ist die Erkenntnis, dass uns Kunst erst zum Menschen macht und deren Abwesenheit uns wieder zu Tieren werden laesst, dass Kunst der eigentliche und entscheidende Treibstoff ist, der Wissenschaft und Gesellschaft voran bringt und uns letztlich so zu neuen Sternen aufbrechen laesst.

  • Hey (finnisch gespr. hei) Da wären wir bei der Aussprache: Etwas weniger Druck und Aufregung o.k., aber lassen Sie sich nicht kirre machen. Ich find Ihren Duktus angemessen und verständlich. Ich kann die professionellen Sprecherstimmen kaum noch leiden, und ein bißchen darf (man) das Publikum doch auch nach der Erkenntniswurst recken.
    Interessant auch der Ausstellungsrundgang auf akustisch. Off an exhibition. Danach mal nach den Namen gegoog-let.
    Ich mag die nüchterne Art, wie Sie auf Nagelköpfe schlagen. Ihrem Kunst/Markt/Überleben Thema kann ich wenig hinzufügen: oder nur das, den Dreh, der das Thema zur Utopie macht: auch die, die nicht einen Agenten finden, die nicht in den Markt kommen, die seltsamen Heiligen, zu vorne, zu hinten, zu daneben, zu versteckt: sie haben ein Recht auf ein Dasein als Künstler. Sogar die Schwachmaten. Mindestens wäre es spannend, solch Ansinnen zu entwickeln. Hängt viel dran, Wertehierarchien, Standards, Identitäten und Rollen, Geld. Eine neue Anthropologie? Na ja. [Und wenn ich die Kränkung sehe, die jene VHS/Küchenmalerinnen hier in Lüneburg mit mit Ihren Preisvorstellungen zufügen … und bekommen’s auch noch. Tja. Doofe Utopie.
    Nun, lieber Herr Tetzlaff, ich grüße erst mal. Ihr Andreas Peschka; und bleiben Sie am auslösen!

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